Programm

Maßnahmen zur Verteidigung der Demokratie

Eine Licht- (und Klang-) Installation von Roland Bauer, Peter-Paul König und Peter Kücking

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Roland Bauer, Peter-Paul König und Peter Kücking kleiden das Pumpenhaus ein: Eine Lichtinstallation auf den Nord- und Südfassaden setzt sich mit den Annahmen und Werten auseinander, auf denen die Demokratie gebaut ist, auf die sie baut.

Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

Dazu hört man Meeresrauschen – ein schöner Klang zunächst, aber auch eine Erinnerung. An das, was zur Zeit auf den griechischen Inseln passiert, in der Ägäis und auf dem Mittelmeer.

Jeder Mensch hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.

Auf dem Bürgersteig vor dem Eingang sind die Objekte des Künstlers Roland Bauer aufgebaut. Sie erinnern an Pfählungen, Zurschaustellung abgetrennter Köpfe. Immer wieder der Versuch im Verlauf der Menschheitsgeschichte, auf diese Weise abzuschrecken, Grenzen zu ziehen und zu sagen: Geh nicht weiter, oder es wird dir genauso ergehen!

Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Die Werte des Grundgesetzes, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, sie werden als Grundwerte der Demokratie gehandelt. Aber sie beschreiben nicht, was ist. Es sind Ideale, die mit der Wirklichkeit oft genug im Widerspruch stehen.

Jeder Mensch hat das Recht auf einen Lebensstandard, der Gesundheit und Wohl für sich selbst und die eigene Familie gewährleistet, einschließlich Nahrung, Kleidung, Wohnung, ärztliche Versorgung und notwendige soziale Leistungen.

„Maßnahmen zur Verteidigung der Demokratie“ macht diese Widersprüche sichtbar, erfahrbar. Eine Einladung zur Konfrontation und zugleich die Schwelle, über die der Diskurs über Demokratie im Rahmen des Festivals betreten wird.

Jeder Mensch hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen, sich an den Künsten zu erfreuen und am wissenschaftlichen Fortschritt und dessen Errungenschaften teilzuhaben.