Künstler­*innen

Programm

when ‚Demokratie‘ met ‚democracy‘

Demokratie – democracy

Beide Wörter werden im Deutschen verwendet. Aber meinen sie wirklich dasselbe? Was passiert, wenn die personifizierte ‘Demokratie’ auf die personifizierte ‘Democracy’ trifft? Werden sie einander bekämpfen, miteinander tanzen oder mit einer dritten Person interagieren?

Studierende aus verschiedenen Klassen der Kunstakademie Münster entwickeln eine gemeinsame performative Arbeit, die die Ästhetik, die Formate und Haltungen des politischen Straßentheaters aufgreift. Zur Vorbereitung auf die Arbeit untersuchen die Studierenden Beispiele aus der Tradition der Performancekunst: aus dem Fasching, den Perchten und anderen Formen des Karneval, dem Bread and Puppet Theatre, der rituellen Bildnisverbrennung auf den Philippinen und im Vereinigten Königreich, aber auch aus verschiedenen Formen des öffentlichen Protests, Extinction Rebellion u.v.m.

Sie planen eine Arbeit mit minimalen technischen Anforderungen und maximaler Wirkung, bei der große Requisiten, Kostüme, Puppen und entsprechende große Gesten verwendet werden, um eine Geschichte mit personifizierten abstrakten Phänomenen zu erzählen. Soweit wir es bisher absehen können, wird die Geschichte ihren Ausgangspunkt bei dem Unterschied zwischen ‘Demokratie’ und ‘democracy’ nehmen. Die Arbeit wird nicht auf der Straße, sondern tatsächlich auf einer Bühne gezeigt, um die Wirkung der Figuren zu steigern. Sie wird etwa 20 Minuten lang sein und an beiden Wochenenden gezeigt werden.

Im Rahmen des Demokratielabors, am Montag, 02. November 2020, werden sie die Ergebnisse ihrer Forschung im Rahmen eines Workshops vorstellen – in Theorie und Praxis. Es besteht die Möglichkeit, dass in diesem Prozess weitere Figuren entstehen, die bei der Aufführung am zweiten Festivalwochenende verwendet werden können.