Programm

Wir waren, wir sind, wir werden sein

„Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.“
Rosa Luxemburg (1871-1919)

Ausgangspunkt des Projektes ist das angeführte Zitat von Rosa Luxemburg. Rosa Luxemburg: grandiose Rednerin, Ruhestörerin, zierliche Person, niederträchtig Ermordete, Gefängnispoetin und Vogelfreundin. Ihre Revolutionstheorie, ihr Freiheitsbegriff und ihr unbedingter Internationalismus ließen sie zur Ikone des weltweiten Protests der 1968er-Bewegung werden. Ihr berühmter Satz „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“ wurde eine Parole der Bürgerrechtler in der untergehenden DDR. In ihren Ideen ist vieles zu finden, was heute, in einer Zeit des wieder erwachenden Nationalismus, ausgesprochen wichtig ist.

Wir wollen ausgehend von Rosa Luxemburgs Leben und Ideen, den Freiheitsbegriff unserer Tage beleuchten:

Nazis, SUV, Schnitzel, Burka verbieten? – Wieweit geht die Freiheit des anderen? Was ist mit der Meinungsfreiheit, der Redefreiheit, der Pressefreiheit, der Handlungsfreiheit, der Versammlungsfreiheit der Religionsfreiheit, der Willensfreiheit, der Bewegungsfreiheit, den Freiheitsrechten? Und was mit der Freiheitsberaubung, dem Freiheitsentzug, der Freiheitsstrafe und dem Freiheitsmissbrauch? Seenotrettung ist ein Verbrechen? – Wohin geht die Angst vor der Freiheit? Wie viel meiner Freiheit geht auf Kosten der Freiheit anderer Menschen?

Im Laufe der Stunde sollen diese Fragen zu immer extremeren Ansichten führen und die Stellungnahme des Publikums wird eingefordert.