Programm

SofaSoGod

Religion braucht keine Demokratie?!

Wir drei führen seit einiger Zeit regelmäßig Wohnzimmergespräche, meistens auf dem Sofa sitzend.

Wir sprechen über die Freiheit zu SEIN, die Schwierigkeit, ICH zu werden, über Bindung und Ablösung in der Liebe und Anderswo, über Zugehörigkeiten und gesellschaftliche Verantwortung.

Irgendwann stellt sich heraus, dass zwei von uns in einer Freikirche sozialisiert wurden und bis zu ihrer Jugend Gott als letzte Instanz verinnerlicht haben und viele Bedürfnisse nach Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit dem Diktat des freikirchlich-christlichen Schwarz-Weiß-Denkens unterworfen waren. Beide können eindringliches Zeugnis geben von der Kraft einer frühen Indoktrination und von dem unbeirrbaren Glauben an Regeln, die vorgegeben sind.

In dieser Inzenierung fragen wir uns, ob Religion und demokratisches Denken sich per se ausschliessen oder ob das Eine das Andere ad absurdum führt. Die Sehnsucht des Menschen nach Allmacht, die Suche nach Antworten auf die letzten Fragen ist für viele existenziell und unabdingbar. Doch wie geht man mit der Grauschattierung in der Welt, der Vielstimmigkeit in der Gesellschaft und im eigenen Kopf um?

Wir haben einen Abend inszeniert, der auf den Sofagesprächen basiert. Es erwartet Sie eine Performance zur üblichen Gottesdienstzeit, die das Publikum authentisch, direkt und differenziert in ihren Bann zieht. Dabei spielen Musik und Gesang wichtige Rollen…